Nominierte

Timeline

Burning Memories

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Nominiert Beste Filmmusik:
BURNING MEMORIES – Alice Schmid

Bettina Oberli im Gespräch

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Wer muss für unseren Wohlstand arbeiten? Die Regisseurin Bettina Oberli wirft mit ihrem Film WANDA, MEIN WUNDER nominiert in der Kategorie «Bester Spielfilm» einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft.

Wanda, mein Wunder

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Nominiert Bester Spielfilm:
WANDA, MEIN WUNDER von Bettina Oberli (Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli)

Alice Schmid im Gespräch

Alice Schmid ist mit Burning Memories nominiert in der Kategorie «Beste Filmmusik». Für uns spricht sie über die Entstehung der Filmmusik.

Seit ich neun Jahre alt bin, spiele ich Akkordeon. Als Seminaristin gründete ich eine Band; I più maestosi di tutti. Damit gewannen wir 1972 am ersten Blues- und Rockfestival Luzern den Spezialpreis der Jury. Auf meinen Reisen als Filmemacherin habe ich das Akkordeon immer dabei. Es dient mir als Sprachbrücke mit den KinderprotagonistInnen rund um die Welt.

«Das Akkordeon war schon immer ein wichtiges Element in meinen Filmen, sowohl im Bild wie im Ton. Ich bin damit aufgewachsen. Das Akkordeon ist ein Teil von mir.»

Burning Memories ist ein intimer Film. Für die Aufnahmen in der Wüste waren wir nur zu zweit unterwegs, die Kamerafrau Karin Slater und ich. Wegen heftigem Wind hatten wir oft Tonprobleme. Meine Akkordeonklänge wurden «verweht». Guido Keller baute mir während des Editings Zuhause ein Minitonstudio. Hier nahm ich zu den einzelnen Szenen Klänge auf.

 

Sophie Blöchlinger im Gespräch

Sophie Blöchlinger ist mit Platzspitzbaby nominiert in der Kategorie «Beste Montage». Für uns spricht sie über ganz persönliche Einblicke ihrer Arbeit.

Meine Arbeit an einem Film beginnt meistens ziemlich genau in der Nacht des Abschlussfestes von einem Dreh. Dort finde ich dann einen Raum voller bis auf die Knochen erschöpften aber glücklichen Filmschaffenden, die stolz auf die vergangenen Wochen zurückblicken und das Glas auf getane Arbeit erheben. Sie wachsen in diesen Wochen zu einer kleinen Familie zusammen und erschaffen in einem monumentalen Kraftakt das, was am nächsten Tag in der Stille meines Schnittraumes auf mich wartet – 100 Stunden Rohmaterial und meine damit verbundene Hoffnung, dass es irgendwann mit mir zu sprechen beginnt.

Der Schnitt von Platzspitzbaby entstand im Hochsommer 2019 im kleinsten Zimmer meiner Zürcher Stadtwohnung im Kreis 6, wo ich tagsüber vor Hitze oft fast in Ohnmacht fiel, während mein Sohn draussen die Balkonpflanzen ertränkte und ich Nachts beim Visionieren des Materials mehr als einmal ein paar Tränen vergoss. Wichtig war mir vor allem, dass der Rhythmus des Filmes mit den emotionalen Achterbahnfahrten der Hauptdarstellerin mithalten kann und man spürt, dass sich für die junge Mia, die Zeit mal fast unerträglich zäh in die Länge streckt und doch kurz darauf das Leben an ihr vorbeirast und ihr die Momente nur so um die Ohren haut. Zusätzlich ist in mir natürlich der Wunsch, dass der Schnitt – wie so oft und besonders bei einem Film der am Herzen ein bisschen rütteln soll – unsichtbar wird.

«Für mich entsteht die Kreativität aus der Freude und die Freude aus der Freiheit.»

Pierre Monnard hat ein klare Idee von diesem bezeichnenden Stop-and-Go-Takt in den Schnittraum mitgebracht und ausserdem genug Vertrauen in mich und sich selbst, um der Suche nach einer eindringlichen Filmsprache seinen Lauf zu lassen. Für mich entsteht die Kreativität aus der Freude und die Freude aus der Freiheit – die sich ohne eine gehörige Portion Selbstverantwortung nicht richtig entfalten könnte.

 

NEMESIS

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Nominiert Bester Dokumentarfilm:
NEMESIS von Thomas Imbach (Okofilm Productions GmbH, Thomas Imbach, Andrea Štaka)

IL MIO CORPO

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Nominiert Bester Dokumentarfilm:
IL MIO CORPO von Michele Pennetta (Close Up Films Sàrl, Joëlle Bertossa, Flavia Zanon)

DAS NEUE EVANGELIUM

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Nominiert Bester Dokumentarfilm:
DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau (Langfilm – Bernard Lang AG, Olivier Zobrist)

5 NOUVELLES DU CERVEAU

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Nominiert Bester Dokumentarfilm:
5 NOUVELLES DU CERVEAU von Jean-Stéphane Bron (Bande à part Films Sàrl, Lionel Baier)

Vorhang auf: Die Nacht der Nominationen

Jetzt ist das Rennen um den Schweizer Filmpreis 2021 definitiv eröffnet: Die Nacht der Nominationen hat die Namen der Filmschaffenden gelüftet, die auf einen Quartz hoffen dürfen.

Mit der Rapperin BigZis als Moderatorin im Live-Stream aus der Filmstadt Solothurn erlebte die Filmgemeinde eine rasante und informative Gala. Konzeptuell für ein Online-Publikum gemacht, war die diesjährige Feier im Rahmen der Solothurner Filmtage ein erster Höhepunkt mit Blick auf die Preisverleihung. Diese findet am 26. März in Genf statt.

Und so verlief die Nacht der Nominationen 2021. BigZis begleitet von drei Freunden radelte mit ihrem Velo durch die Stadt und traf an unterschiedlichen Standorten diverse Personen. So sprach sie mit zwei Mitgliedern der Schweizer Filmakademie, mit der Drehbuchautorin Stéphane Mitchell und dem Filmemacher Samir über das Prozedere der Jurierung. Und sie liess sich von Ivo Kummer, Chef Sektion Film im BAK über seinen Umgang mit Filmgesuchen informieren.

Für die Nominationen 2021 sind 120 Filme in 12 Kategorien zugelassen. 442’500 Franken Preisgeld stehen insgesamt zur Verfügung. Alle Filme wurden von rund 450 Mitgliedern der Schweizer Filmakademie gesichtet und beurteilt. Zum ersten Mal wird der Filmpreis auch in der Kategorie «Bester Ton» vergeben.

In der Kategorie «Bester Spielfilm» nominiert sind: ATLAS von Niccolò Castelli, MARE von Andrea Štaka, PLATZSPITZBABY von Pierre Monnard, SCHWESTERLEIN von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond, sowie WANDA, MEIN WUNDER von Regisseurin Bettina Oberli. Die Nominationen sind mit einem Preisgeld von je 25’000 Franken verbunden.

In der Kategorie «Bester Dokumentarfilm» nominiert sind: 5 NOUVELLES DU CERVEAU von Jean-Stéphane Bron, DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau, IL MIO CORPO von Michele Pennetta, NEMESIS von Thomas Imbach sowie SAUDI RUNAWAY von Regisseurin Susanne Regina Meures. Auch diese Nominationen sind mit je 25’000 Franken verbunden.

In der neuen Kategorie «Bester Ton» nominiert sind: MARE – Benoît Barraud, Peter Bräker, NEMESIS – Peter Bräker sowie SCHWESTERLEIN – Patrick Storck, Gina Keller und Jacques Kieffer. Das Preisgeld beträgt auch in dieser Kategorie je 5000 Franken.

In der Kategorie «Beste Darstellerin» nominiert sind: Rachel Braunschweig (Marina) in SPAGAT / ШПАГАТ, Luna Mwezi (Mia) in PLATZSPITZBABY sowie Sarah Spale (Sandrine) in PLATZSPITZBABY. Das Preisgeld beträgt je 5000 Franken. In der Kategorie «Bester Darsteller» wird es 2021 keine Nominationen und auch keinen Preis geben. Die Zahl der zugelassenen Schauspieler liegt unter der Mindestzahl, die das BAK festgelegt hat, um eine Auswahl zu garantieren.

Dafür feierte man an der Nacht der Nominationen einen anderen, ganz besonderen Preis, den nachträglich verliehenen Ehrenpreis 2020 nämlich an Markus Imhoof. Bundesrat Alain Berset überreichte ihn dem Regisseur für sein nachhaltiges Schaffen. Imhoof schuf unter anderem mit «More Than Honey» (2012), über das globale Bienensterben, den bis heute erfolgreichsten Schweizer Dokumentarfilm.

Ihr wollt bis zur Preisverleihung am 26. März 2021 mehr über die Nominierten und ihre Filme erfahren? Dann besucht die Plattform www.quartz.ch. Dort entdeckt ihr spannende Interviews, Porträts und überraschende Themen. Schaut vorbei, es lohnt sich!

Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2021:

Bester Spielfilm, je Nomination CHF 25'000
ATLAS von Niccolò Castelli (Imago Film SA, Villi Hermann)
MARE von Andrea Štaka (Okofilm Productions GmbH, Andrea Štaka, Thomas Imbach)
PLATZSPITZBABY von Pierre Monnard (C-FILMS AG, Peter Reichenbach)
SCHWESTERLEIN von Stéphanie Chuat, Véronique Reymond (Vega Film AG, Ruth Waldburger)
WANDA, MEIN WUNDER von Bettina Oberli (Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli)

Bester Dokumentarfilm, je Nomination CHF 25'000
5 NOUVELLES DU CERVEAU von Jean-Stéphane Bron (Bande à part Films Sàrl, Lionel Baier)
DAS NEUE EVANGELIUM von Milo Rau (Langfilm – Bernard Lang AG, Olivier Zobrist)
IL MIO CORPO von Michele Pennetta (Close Up Films Sàrl, Joëlle Bertossa, Flavia Zanon)
NEMESIS von Thomas Imbach (Okofilm Productions GmbH, Thomas Imbach, Andrea Štaka)
SAUDI RUNAWAY von Susanne Regina Meures (Christian Frei Filmproduktion GmbH, Christian Frei)

Bester Kurzfilm, je Nomination CHF 10’000
DAS SPIEL von Roman Hodel (Ensemble Film GmbH, Franziska Sonder)
DEINE STRASSE von Güzin Kar (Güzin Kar)
RED ANTS BITE von Elene Naveriani (Alva Film Production Sàrl, Britta Rindelaub)
TROU NOIR von Tristan Aymon (Association Terrainvague, Isabelle Zampiero)
TUFFO von Jean-Guillaume Sonnier (Association Casa Azul Films, Jean-Guillaume Sonnier, Fabrice Aragno)

Bester Animationsfilm, je Nomination CHF 10'000
DARWIN'S NOTEBOOK von Georges Schwizgebel (Studio GDS, Georges Schwizgebel)
ÉCORCE von Samuel Patthey, Silvain Monney (DOK MOBILE SA, Mark Olexa, Francesca Scalisi)
ONLY A CHILD von Simone Giampaolo (Amka Films Productions SA, Gabriella de Gara)

Bestes Drehbuch, je Nomination CHF 5'000
MARE – Andrea Štaka
PLATZSPITZBABY – André Küttel
SCHWESTERLEIN – Stéphanie Chuat, Véronique Reymond

Beste Darstellerin, je Nomination CHF 5'000
Rachel Braunschweig (Marina) in SPAGAT / ШПАГАТ
Luna Mwezi (Mia) in PLATZSPITZBABY
Sarah Spale (Sandrine) in PLATZSPITZBABY

Beste Nebendarstellerin / Bester Nebendarsteller, je Nomination CHF 5'000
Masha Demiri (Ulyana) in SPAGAT / ШПАГАТ
Marthe Keller (Kathy) in SCHWESTERLEIN
Dimitri Stapfer (Mike) in BEYTO

Beste Filmmusik, je Nomination CHF 5'000
5 NOUVELLES DU CERVEAU – Christian Garcia-Gaucher
BURNING MEMORIES – Alice Schmid
NOT ME – A JOURNEY WITH NOT VITAL – Marcel Vaid

Beste Kamera, je Nomination CHF 5'000
ATLAS – Pietro Zuercher
NOT ME – A JOURNEY WITH NOT VITAL – Benny Jaberg
SCHWESTERLEIN – Filip Zumbrunn

Beste Montage, je Nomination CHF 5'000
CITOYEN NOBEL – Karine Sudan
PLATZSPITZBABY – Sophie Blöchlinger
SCHWESTERLEIN – Myriam Rachmuth

Bester Ton, je Nomination CHF 5'000
MARE – Benoît Barraud, Peter Bräker
NEMESIS – Peter Bräker
SCHWESTERLEIN – Patrick Storck, Gina Keller, Jacques Kieffer

Bester Abschlussfilm, je Nomination CHF 2'500
ALMA NEL BRANCO von Agnese Làposi (École Cantonale d'Art de Lausanne ECAL, IDIP Films Sàrl)
AMAZONEN EINER GROSSSTADT von Thaïs Odermatt (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Maximage GmbH)
BIĆEMO NAJBOLJI von Jelena Vujović (Zürcher Hochschule der Künste ZHdK)

Nacht der Nominationen 2021

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